Armenier-RheinMain/Armenische Kirche

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  • Verehrung der Heiligen/Սրբոց Յարգանքը

    DIE VEREHRUNG DER HEILIGEN
    IN DER ARMENISCHEN KIRCHE

    Vorwort | Wer ist der Heilige? | Was ist die Heiligkeit? | Warum werden die Heiligen gedacht und verehrt? | Die Unsterblichkeit der Seelen | Die Kommunikation der Heiligen | Die Fürsprache der Heiligen | Die Reliquien der Heiligen |

    Vorwort

    In Kalender der Armenischen Kirche sind ca. 130 Tage zum Gedenken der Heiligen vorenthalten. An diesen Tagen gedenkt die Armenische Kirche 415 Heiligen bzw. Gruppen der Heiligen.

    Die Heiligen, die in der Armenischen Kirche gedacht werden, sind in drei Gruppen verteilt: Biblische Heiligen, „samtchristliche“ Heiligen und armenische Heiligen. Die meisten „nichtarmenischen“ Heiligen werden auch in den anderen historischen bzw. apostolischen christlichen Kirchen gedacht.

    „Samtchristliche“ Heiligen sind mehr als 2/3 aller Heiligen. Einige fragen, warum so viele „fremde“ Heiligen einen Platz in unserem Kalender haben. Der Grund ist selbstverständlich historisch. Unsere Kirche wurde gegründet und ihre Tätigkeit fortgesetzt als ein untrennbarer Teil der gesamten christlichen Kirche und hat die Heiligen der Nachbarkirchen „adoptiert“.

    Die Heiligen wurden im Allgemeinen am Tag ihres Todes bzw. Märtyrertodes gedacht. So ist auch bis zum heutigen Tag in der Römisch-Katholischen bzw. in den Byzantinisch-Orthodoxen Kirchen. In der Armenischen Kirche sind die Gedenktage der Heiligen aber anders geordnet. Abhängig vom Fest der Auferstehung des Herrn (Ostern) sind oft auch die Gedenktage der Heiligen beweglich.

    Wer ist der Heilige?

    Im ersten Blick kann man denken, dass es nicht mehr aktuell ist über die Heiligen zu schreiben bzw. zu reden. Aber in Wirklichkeit hat die Menschheit nie die Notwendigkeit mehr gehabt, über das Ideal der Heiligkeit und über die Personen, die das Ideal verwirklicht haben, zu reden, als in unserer Zeit. Wir leben in so einem Zeitalter, in dem die Menschen vergessen, um nicht zu sagen, dass sie oft ignorieren, dieses christliche Ideal. Das geschieht nicht nur außerhalb, sondern leider Gottes auch innerhalb der Kirche.

    Wenn wir versuchen über die Heiligen zu schreiben, die erste Frage, die unseren Gedanken beschäftigt, lautet: Was bedeutet HEILIGER, warum einige Menschen als Heilige betrachtet wurden und die Kirche gedenk sie ihrem Kalender? Viele Menschen haben ihre eigenen, speziellen Meinungen dazu und unabhängig davon, ob sie wahr sind oder nicht, wird es nicht leicht sein, diese Vorstellungen zu ändern.

    Viele Menschen haben für sich die Vorstellung gebildet, dass „Heiliger“ genannte ein nicht irdisches Wesen ist bzw. sie sind Namen, die mit der Geschichte oder mit dem Himmel zu tun haben. Für einige sind die Heiligen nicht anders als ihre Bilder, die ständigen Bewohner unserer Kirchenräumlichkeiten, woher die nicht raus kommen können oder wir werden nicht erlauben, dass sie raus kommen, damit sie die gute bzw. schlechte Ordnung der Welt nicht stören oder sich mit den auf der Welt verbreiteten Viren der Sünde und der Verseuchung nicht infizieren. Diese theoretische Vorstellungen führen uns zu den Ergebnissen, dass die in dem Sinn vieler von uns eingebildeten Heiligen halb legendäre oder mythische Wesen sind, die erinnert und gedacht werden können, ohne unbedingt für uns Vorbilder oder Lebensbeispiele zu sein.

    Solche Vorstellungen haben aber mit den richtigen Heiligen nichts zu tun, mit denen, die von denselben Fleisch und Knochen gemacht wurden und dieselben Schwächen und Vorteilen hatten, wie wir alle. Sie sind auch auf dieser mit Bosheit und Unvollkommenheit erfüllten Welt gelebt und haben aus dem von ihr gegebenen süßen oder saueren Glas getrunken.

    Das Wort „Heilig“ bedeutete in seiner ursprünglichen und wörtlichen Bedeutung „rein“. In der armenischen Sprache benutzen wir dieses Wort in seinen unterschiedlichen Nuancen. Und abhängig davon in welcher Bedeutung oder Nuance den Begriff benutzt wurde, wird bei der Übersetzung geachtet. Zum Beispiel ins Deutsche übersetzen wir das Wort „Surp“ (arm. Սուրբ) als „sauber, rein, heilig“. In unserer alltäglichen Sprache benutzen wir oft den Ausdruck „den Tisch, die Wohnung oder den Boden heiligen“ (arm. սեղանը, բնակարանը, գետինը սրբել). Damit meinen wir „den Tisch, die Wohnung oder den Boden reinigen bzw. aufräumen“ (arm. սեղանը, բնակարանը, գետինը մաքրել). Im christlichen Sinne ist es nicht anders. „Heilig“ zu sein bedeutet „rein“ zu sein, reines Leben führen. Im Neuen Testament werden wir Christen „ein auserwähltes Volk, ein heiliger Stamm, Gottes besonderes Eigentum“ genannt (1. Pet. 2,9).

    Folglich soll für uns klar sein, dass die Heiligen oder von der Kirche bzw. von den Gläubigen Heilig gesprochen Menschen, wenn sie auch vor hundert bzw. tausend Jahren gelebt haben, keine übernatürliche oder übermenschliche Wesen, sondern einfache und schlichte Menschen waren, die aber ein unbeflecktes und reines Leben führten und sich dem Gott hingaben und ihr Leben mit den Glaubenswerken füllten.

    Sowohl die samtchristlichen, als auch armenischen Heiligen kommen aus den verschiedenen Bereichen des Lebens. Unter denen sind sowohl einfache Seelsorgen als auch Patriarchen, sowohl Könige, als auch Militärdiensthabende und Hofleute, reiche und arme, Männer und Frauen, alte und junge, Intellektuelle und viele andere. Demzufolge war die Heiligkeit kein Eigentum bzw. Besitztum eines oder anderen Menschen, einer oder anderen Schicht. Eines aber hatten diese Menschen gemeinsam: den Glauben an Gott und aus diesem Glauben resultiertes glaubensvolles Leben. Die waren Menschen, „die dem Bösen besiegten, die Verfolgungen geduldeten und den unvergänglichen und lichtvollen Kronen würdig wurden“.

    Folglich ist die „Heiligkeit“ eine „Branche“, eine Lebensform, welche uns, allen richtigen und gläubigen Christen offen ist. Es gibt viele Lebensbranche, die allen nicht unbedingt erreichbar sind, wie im Neuen Testament gerecht gefragt wird: „Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer?“. Und die Antwort ist selbstverständlich: Nein. Das Gleiche gilt auch für die heutigen Menschen. Nicht alle sind fähig, Arzt oder Psychologe, Jurist oder Anwalt, Politiker oder Architekt, Soziologe oder Geistliche zu werden. Aber rein bzw. heilig sein und ein reines Leben führen, können wir alle. Wir sind alle berufen, so zu sein und so zu leben. „Ihr sollt daher heilig sein, weil ich heilig bin“, – erwartet Gott von allen. (Siehe Lev. 11, 45) „Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist“, – beauftragt uns Jesus Christus (Siehe Matt. 5, 48)

    Die Heiligen sind für uns Vorbilder und Richtungsziel unseres Lebens bzw. sie sollen so sein. In unserem Leben sollen wir streben, ein gleichwertiges Leben zu führen. Wir sollen die Bibel lesen und uns mit dem heiligen Buch des gesamten Christentums beschäftigen, wir sollen über das Leben und Wirken der Heiligen lesen, aber nicht unbedingt mit dem Ziel, irgendwas theoretisch zu lernen und wie Papageien zu erzählen und zu wiederholen, sondern um sich zu inspirieren und unseren Herrn und Heiland Jesus Christus und unsere Heiligen als Vorbilder nehmend ein gläubiges Leben zu führen.

    Was ist die Heiligkeit?

    Das Ideal der Heiligkeit besitzt den größten Platz in der christlichen Religion und bildet ihr höchstes und oberstes Ziel. Das Christentum hat angefangen zu existieren und existiert heute, um Heiligen vorzubereiten und zu produzieren, um die sündigen Menschen zu Heiligen zu verwandeln. Aber wir müssen akzeptieren, dass nicht das Christentum der Schöpfer des Ideals der Heiligkeit ist. Dieses Ideal existierte hunderte Jahre vor Christentum im Alten Testament. Auch eines von den Hauptzielen des Alten Bundes war es, die Heiligkeit zu erklären und die Wege der Heiligkeit „mit unterschiedlichen Teilen und vielen Beispielen“ zu zeigen.

    Durch die vom Gott inspirierten Menschen sind der Menschheit unzählige Gebote gegeben, um die Menschen aus dem Weg der Unheiligkeit zu holen und auf den Weg der Heiligkeit einzuladen. Das Ideal der Heiligkeit geht wie ein goldener und fester Faden durch das ganze Alte Testament durch in das Neue Testament hinüber, wo es noch mehr Betonung, Glanz und Leib erhält, um sich zum Ziel des christlichen Lebens umzuwandeln.

    In der ganzen Bibel sind die Wörter „Heilig, Heiligkeit, Heiligen“ mehr als 1200-mal benutzt, also fast ein Mal auf jeder Seite der Bibel. Im Alten Testament gibt es ein Buch, das „Levitikus“ genannt wird. Das Buch aber kann man auch als „Buch der Heiligkeit“ nennen. Nur in diesem kleinen Buch wurden die o. g. Wörter 135-mal benutzt, obwohl das Buch ein vierzigster Teil der Bibel ist. Das Gebot „Reinigt euch und bleibt heilig“ kommt immer wieder in diesem Buch vor.

    Warum werden die Heiligen gedacht und verehrt?

    Obwohl das jährliche Gedenken der Heiligen seine praktische Bedeutung in unserem alltäglichen Gemeindeleben zum größten Teil verloren hat, es hat aber seine Wichtigkeit auf prinzipiellen und dogmatischen Boden beibehalten.

    Die Unsterblichkeit der Seelen

    Erstens ist das Gedenken der Heiligen der praktische Beweis und Ausdruck DER UNSTERBLICHKEIT DER SEELEN. Die Heiligen werden nicht wie weltliche Helden oder Obersten der Völker gedacht. Für die Kirche sind die Heiligen lebendige Seelen, die ihre Existenz in einer geistigen Atmosphäre ständig fortsetzen und uns praktisch behilflich sein können. Deren Existenz ist obwohl unsehbar, aber genauso wahrhaftig, wie während ihres irdischen Lebens. Deren Existenz ist nicht anders, wie die Existenz der feurigen und geistigen Wesen, also der Engel.

    Zweitens und als Fortsetzung des oben erwähnten Gedankens, das Gedenken der Heiligen bestätigt die Existenz DER HIMMLISCHEN KIRCHE. Da die Kirche an die Unsterblichkeit der Seelen glaubt, daraus folgt selbstverständlich, dass die Kirche ihre Existenz auch in der geistigen Welt fortsetzt. Wie auf dieser Erde, so auch dort besteht die Kirche im Wesentlichen aus zwei Gruppen. Es gibt die Gruppe der gerechtfertigten Seelen, das wir gewöhnlich als „SIEGESREICHE KIRCHE“ bezeichnen. Es gibt auch die so genannte Gruppe „der Beichtenden“, die aus den Seelen der gläubigen Seelen besteht, die obwohl gläubig, aber leider sündig in die geistige Welt hinübergegangen sind. Diese Gruppe wird von den Theologen als „LEIDENDE KIRCHE“ bezeichnet. Für diese letztere Gruppe haben wir und andere Orientalischen bzw. Ostkirchen der Brauch der SEELENMESSE. (Wörtlich übersetzt: Das Gebet für die Seelenruhe, arm. Հոգեհանգիստ). Wenn wir an die Existenz der beichtenden Seelen nicht glauben, dann ist unsere Seelenmesse sinnlos, denn das Ziel dieser kirchlichen Zeremonie nicht das Gedenken der Verstorbenen, in der vereinfachten und weltlichen Bedeutung dieses Wortes ist, sondern das Beten für den Verstorbenen bzw. Entschlafenen. Des bestätigen auch die speziellen Gesänge zum diesem Anlass:

    „Oh, Wort Gottes, Du Schöpfer der Wesen aus Nichts, Mitschöpfer mit dem Vater, schenke Vergebung deiner entschlafenen Diener“.

    Die Kommunikation der Heiligen

    Aus dieser Realität folgt auch ein anderes theologisches Bekenntnis, die wir als „KOMMUNIKATION DER HEILIGEN“ bezeichnen. Laut dieser theologischen Ansicht existiert eine geistige Kommunikation zwischen den irdischen und himmlischen Kirchen. Alle, die sich außerhalb dieser Kommunikation befinden, sind schon verurteilt. Gemäß dieser Ansicht ist die Kirche nicht nur die auf dieser Welt lebende, atmende und kämpfende Versammlung der Christen, sondern auch die Gesamtheit derer, die nach einem siegesreichen Leben auf dieser Welt mit einer gerechtfertigten Seele in das überirdische Leben hinübergegangen sind bzw. gläubig, aber unvollkommen diese Welt verlassen haben. All diese bilden vor Gott und in der Wirklichkeit eine Gesamtheit, mit nur einem Unterschied, dass ein Teil von denen leiblich ist und auf dieser Welt lebt und der andere Teil geistig ist und in der geistigen Welt lebt.

    Wie die eigenen und ehrlichen Mitglieder der irdischen Kirche für einander interessieren, einander helfen, für einander beten und für einander vor Gott fürsprechen, so ist es auch bei der himmlischen Kirche. Sie interessieren sich für uns und in Rahmen ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten unterstützen der irdischen Kirche sowie den unvollkommenen Gläubigen des Himmels. Das ist es, was wir als „Kommunikation der Heiligen“ nennen, das ein riesiges Thema ist und kann hier nicht mit allen Einzelheiten erörtert werden.

    Die Fürsprache der Heiligen

    Die Fortsetzung und das Ergebnis des gerade erwähnten Gedankens ist auch „DIE FÜRSPRACHE DER HEILIGEN“. Wenn wir an die Existenz der himmlischen siegesreichen Kirche glauben, sollen wir auch an „die Fürsprache der Heiligen“ für die irdische Kirche glauben, für eine Kirche die gegen die Kraft und die Intrigen des Bösen kämpft. Und dieses gegenseitige Gebet, diese gegenseitige Fürsprache bildet den Boden des christlichen Gottesdienstes der alten historischen Kirchen. In den aus diesem Anlass geschriebenen armenischen Kirchenhymnen ist dies das Hauptthema. Erst beten die himmlische und die irdische Kirchen, als eine untrennbare Einheit, gemeinsam vor Gott und preisen ihn gemeinsam. Danach bitten wir, die irdischen, dass die Heiligen im Himmel für uns beten und dann beten wir für unsrigen Verstorbenen. So bildet man eine ordentliche und familiäre Einheit und Einigkeit, welche das Wesen und das Ziel des im Neuen Testament oft erwähnten „Himmelreiches“ bzw. „Reiches Gottes“ sei.

    Die Reliquien der Heiligen

    Wenn die Verehrung der Heiligen in der christlichen Kirche übertrieben wird und bei dieser Verehrung die feine und ehrliche Idee der Kommunikation der Heiligen weggenommen wird, dann kann diese Verehrung als Anbetung der Heiligen betrachtet werden, welches unakzeptabel ist.

    Die Reliquien der Heiligen sind würdig zu einer ernsten und ehrlichen Verehrung und es ist überhaupt nicht ausgeschlossen, dass sie auch eine wundertätige Kraft haben können, wie in der Bibel über die Reliquien des Propheten Elischas gesprochen wird (siehe 2. Könige 13, 21). Aber es geschahen manchmal auch hier Übertreibungen, welche auch ein Grund der Fälschungen waren.

    Aber es ist auch eine allgemeine Wahrheit, dass die Fälschungen und Übertreibungen einer Ordnung bzw. eines moralischen Gesetzes kein Grund sein können, womit diese Ordnung bzw. das moralische Gesetzt abgelehnt und weggeschafften wird. Unser Herr auch, als er die äußerliche Gesetztestreue und die Anhaltung mit der übertriebenen Genauigkeit vieler unwichtiger Gesetze der Pharisäer scharf angegriffen hat, hat aber das Gesetz selbst nicht abgelehnt. Er sagte: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“ (Matt. 5, 17).

    Als der Apostel Paulus die Lehre der Rechtfertigung durch den Glauben betonte, har er die Wichtigkeit das Erreichen der Vollkommenheit durch die Taten nicht abgelehnt. Es sagte. „Setzen wir nun durch den Glauben das Gesetzt außer Kraft? Im Gegenteil, wir richten das Gesetzt auf“ (Röm. 3, 31). Wenn der Apostel gegen das Gesetzt wäre, hätte er nicht in seien Briefen viele moralische Ratschläge und Gebote Gott und den Nächsten zu lieben und dem Gesetzt treu zu bleiben, gegeben.

    Also wenn auch bei der Verehrung der Heiligen einige Übertreibungen einen Platz gefunden haben, trotzt den Kampf gegen diese Abweichungen, war es nicht richtig und man hat überhaupt keinen ernsten Grund gehabt, das jahrtausendalte christliche Gesetzt und die Lehre wegzuwerfen, wie es manche neuentstandenen Kirchen gemacht haben. Da die Kommunikation der Heiligen ist der Reichtum der christlichen Kirche. Ohne sie wird die Kirche verarmt. Die Fürsprache der Heiligen ist einer der beeindruckenden Waffen der Kirche. Ohne sie wird die Kirche verschwächt. Mit dem Wegwerfen der Verehrung der Heiligen werden wir nicht nur die Bindung mit der historischen und apostolischen Kirche verloren, sondern sogar von der Kommunikation mit den Heiligen (vergl. 1. Joh. 1.7). Und wenn die Verbindung mit den himmlischen Heiligen abgebrochen wird, wird sie auch mit den irdischen Heiligen abgebrochen, also mit den mitgläubigen Christen. In diesem Fall wird die Kirche an verschiedenen Teilen zerbrochen, wie es bei dem Protestantismus ist. Höchstwahrscheinlich wissen sie selbst auch nicht, wie viel die Anzahl der unterschiedlichen Gruppen heute ist.